Digitale Patientenakte: Ein Überblick über Chancen, Herausforderungen und den Weg zur Implementierung

Die Digitalisierung hat viele Bereiche unseres Lebens revolutioniert, und der Gesundheitssektor bildet dabei keine Ausnahme. Ein zentraler Baustein in diesem digitalen Wandel ist die digitale Patientenakte (ePA), ein System, das die Art und Weise verändert, wie Gesundheitsinformationen gespeichert, geteilt und genutzt werden.

 

Was ist die digitale Patientenakte?

Die digitale Patientenakte ist eine elektronische Sammlung persönlicher Gesundheitsdaten, die zentral gespeichert und von autorisierten Gesundheitsdienstleistern eingesehen werden kann. Sie enthält wichtige Informationen wie Krankengeschichte, Diagnosen, Medikationen, Allergien, Laborergebnisse und Arztberichte. Die Vision hinter der ePA ist es, Patienten eine umfassendere Kontrolle über ihre Gesundheitsdaten zu geben und Ärzten eine bessere Grundlage für fundierte Entscheidungen zu bieten.

Die ePA ist ein elektronisches System zur zentralen Speicherung und Verwaltung persönlicher Gesundheitsdaten. Sie umfasst:  Krankengeschichte, Diagnosen,Medikationen,Allergien, Laborergebnisse, Arztberichte, Röntgenbilder und andere bildgebende Verfahren, Impfungen, Notfallinformationen. Ziel ist es, Patienten mehr Kontrolle über ihre Gesundheitsdaten zu geben und Ärzten eine umfassende Informationsbasis für fundierte Entscheidungen zu bieten.

Vorteile der digitalen Patientenakte

1. Verbesserte medizinische Versorgung: Durch sofortigen Zugriff auf vollständige Patientendaten können Ärzte präzisere Diagnosen stellen und effektivere Behandlungen einleiten.

2. Erhöhte Patientensicherheit: Vollständige Informationen reduzieren das Risiko von Fehlern durch lückenhafte oder veraltete Daten.

3. Zeitersparnis: Vermeidung redundanter Untersuchungen und beschleunigte administrative Prozesse entlasten Patienten und medizinisches Personal.

4.Transparenz und Kontrolle: Patienten können selbst entscheiden, welche Informationen sie mit welchen Ärzten oder Institutionen teilen.

5. Verbesserte Koordination: Erleichterte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesundheitsdienstleistern, insbesondere bei komplexen Behandlungen.

6. Notfallzugriff: Schneller Zugang zu kritischen Informationen in Notfallsituationen.

7. Forschungsförderung: Anonymisierte Daten können für medizinische Forschung und Verbesserung von Behandlungsmethoden genutzt werden.

 Herausforderungen und Bedenken

Trotz der Vorteile gibt es  Herausforderungen:

1. Datenschutz und Sicherheit: Der Schutz sensibler Gesundheitsdaten erfordert robuste Sicherheitsprotokolle und strenge Zugriffskontrollen. Karl Lauterbach (Gesundheitsminister) hat dieses Jahr bezüglich des Datenschutzes den Big Brother Award 2024 wegen unzureichender Schutzvorkehrungen bei der Verarbeitung hochsensibler Gesundheitsdaten erhalten. Mehr zu der Nominierung.

2. Interoperabilität: Verschiedene IT-Systeme im Gesundheitswesen müssen nahtlos kommunizieren können.

3. Akzeptanz: Sowohl Patienten als auch medizinisches Personal müssen von der Nutzung der ePA überzeugt werden.

4. Technische Infrastruktur: Investitionen in Software, Hardware und Schulungen sind notwendig.

5.Digitale Kluft: Sicherstellung, dass alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen von der ePA profitieren können.

6. Rechtliche Rahmenbedingungen: Anpassung von Gesetzen und Vorschriften an die neuen digitalen Realitäten.

7. Datenqualität und -integrität: Gewährleistung der Richtigkeit und Vollständigkeit der gespeicherten Informationen.

 Aktueller Stand und Ausblick

In Deutschland wurde die ePA 2021 eingeführt, mit schrittweiser Erweiterung der Funktionen. Andere europäische Länder wie Estland oder Dänemark sind bereits weiter fortgeschritten.

Zukünftige Entwicklungen könnten umfassen:

 Integration von KI für personalisierte Behandlungsempfehlungen

Automatische Risikoanalysen und Frühwarnsysteme

Verbindung mit Wearables und Gesundheits-Apps

 Grenzüberschreitender Datenaustausch innerhalb der EU

 Implementierungsstrategien

Für eine erfolgreiche Einführung der ePA sind folgende Schritte entscheidend:

1. Aufklärung und Schulung: Umfassende Informationskampagnen für Patienten und Schulungsprogramme für medizinisches Personal.

2.Schrittweise Einführung: Beginn mit Pilotprojekten und graduelle Ausweitung.

3. Stakeholder-Einbindung: Enge Zusammenarbeit mit Ärzteverbänden, Patientenorganisationen und IT-Experten.

4. Technische Standards: Entwicklung und Durchsetzung einheitlicher Standards für Interoperabilität.

5. Rechtlicher Rahmen: Anpassung von Datenschutzgesetzen und Regelungen zur Datennutzung.

6. Anreize schaffen: Förderung der Nutzung durch finanzielle oder andere Anreize für Ärzte und Patienten.

7. Kontinuierliche Evaluation: Regelmäßige Überprüfung und Anpassung des Systems basierend auf Nutzerfeedback und neuen technologischen Entwicklungen.

 

Haben Sie schon Post von Ihrer Krankenkasse bekommen? Wussten Sie, dass Sie auch gegen die Patientenakte Einspruch erheben können? Noch mehr zu dem Thema finden Sie hier.

 

Die digitale Patientenakte hat das Potenzial, das Gesundheitswesen grundlegend zu verbessern. Sie verspricht eine effizientere, sicherere und patientenorientiertere Versorgung. Der Erfolg hängt jedoch maßgeblich von der Bewältigung der Herausforderungen ab, insbesondere im Bereich Datenschutz und Akzeptanz. Mit der richtigen Implementierungsstrategie und kontinuierlicher Weiterentwicklung kann die ePA zu einem Eckpfeiler eines modernen, digitalisierten Gesundheitssystems werden und das Vertrauen in die digitale Gesundheitsversorgung nachhaltig stärken.

 

Ich biete ab Frühjahr 2025 zahlreiche digitale Gesudheitskurse an, mehr zu den einzelnen Kursen auf meiner Kursseite.

 

 

 

Big Brother Awards 2024

Am Freitag, den 11. Oktober 2024, fand in der Bielefelder Hechelei erneut die Verleihung der Big Brother Awards statt, die vom Verein Digitalcourage e.V. ausgerichtet wird. Diese Auszeichnung wird an Organisationen und Personen vergeben, die besonders negativ in Bezug auf den Schutz unserer digitalen Grundrechte aufgefallen sind. Der Verein Digitalcourage setzt sich seit 1987 für den Schutz von Grundrechten, Datenschutz und eine lebenswerte digitale Welt ein. Ihre Mission lässt sich in einem ihrer eigenen Zitate zusammenfassen: „Wir sind technikaffin, doch wir wehren uns dagegen, dass unsere Demokratie ‚verdatet und verkauft‘ wird.“

Seit dem Jahr 2000 verleiht Digitalcourage die Big Brother Awards, um auf Missstände aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für Datenschutz zu schärfen. Der Verein finanziert sich durch Spenden und wird hauptsächlich durch das Engagement von Freiwilligen getragen. Die diesjährige Jury bestand aus prominenten Bürgerrechtler:innen und Datenschutzexpert:innen, darunter Thilo Weichert vom Netzwerk Datenschutzexpertise und der Deutschen Vereinigung für Datenschutz e.V., Rena Tangens und padeluun von Digitalcourage, Frank Rosengart vom Chaos Computer Club e.V. sowie Professor Peter Wedde von der Frankfurt University of Applied Science.

Die Preisträger 2024

Gesundheit & Soziales
Den Big Brother Award 2024 in der Kategorie „Gesundheit“ erhielt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Kritisiert wurde seine Beteiligung am Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) und dessen nationale Umsetzung. Laut Jury ermöglicht dieses Gesetz eine unzureichend geschützte Verarbeitung hochsensibler Gesundheitsdaten. Mehr..

Behörden & Verwaltung
Die Polizei Sachsen wurde in der Kategorie „Behörden und Verwaltung“ ausgezeichnet. Konkret ging es um das „videogestützte Personen-Identifikations-System“ (PerIS), das zur Ermittlung von Tatverdächtigen eingesetzt wird und dabei auch zahlreiche unbeteiligte Personen erfasst. Dieses System, das in immer mehr Bundesländern zum Einsatz kommt, wirft laut Jury beunruhigende Fragen bezüglich der Ausweitung polizeilicher Überwachungsmaßnahmen auf. Mehr..

Verbraucherschutz
Die Handelsplattformen Temu und Shein erhielten den Preis in der Kategorie „Verbraucherschutz“. Beide Unternehmen fallen durch Datenschutzrichtlinien und Allgemeine Geschäftsbedingungen auf, die den Schutz von Nutzern und Kunden weitgehend ausschließen. Die Plattformen werden für ihren unzureichenden Schutz von Verbraucherrechten und Datensicherheit kritisiert. Mehr..

Mobilität
In der Kategorie „Mobilität“ wurde die Deutsche Bahn ausgezeichnet. Die Jury kritisierte den zunehmenden „Digitalzwang“ beim Bahnfahren, der es immer schwieriger macht, Fahrkarten ohne die Nutzung digitaler und personalisierter Systeme zu erwerben. Die Abschaffung der physischen BahnCard sowie der Zwang zur Nutzung der App „DB Navigator“, die nicht abgelehnte Tracker enthält, sorgten für besondere Kritik. Mehr…

Trend: Technikpaternalismus
In der Kategorie „Trend“ gab es einen Preis für „Technikpaternalismus“, der auf ein größeres gesellschaftliches Problem hinweist: Technik, die zunehmend bevormundet und die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen einschränkt. Von lückenloser Überwachung bis hin zu Sanktionen für Regelabweichungen – dieser Trend stellt eine Bedrohung für den individuellen Freiraum dar. Mehr…

 Fazit
Die Big Brother Awards 2024 machten erneut auf wichtige gesellschaftliche Probleme aufmerksam, die den Schutz unserer Grundrechte in der digitalen Welt betreffen. Sie mahnen zu mehr Transparenz, Datenschutz und bewussterem Umgang mit unseren Daten.

Alle Informationen über die Preisträger finden Sie hier.
Schauen Sie sich auch die BBA 2024 in Karikaturen an. Die Themen der BigBrotherAwards 2024 sind von der Karikaturistin Christiane Pfohlmann bildlich veranschaulicht worden. Hier geht es zu den Karikaturen.


Sie möchten noch mehr über Datenschutz und Sicherheit erfahren? Wie Sie vermeiden können, in die „Datenkrakenfalle“ zu treten und Ihre Daten vor neugierigen Blicken zu schützen? In regelmäßigen Abständen gebe ich Kurse zu diesen Themen. Hier können Sie sehen, wann der nächste Kurs stattfindet!

Datensicherung in der Cloud: Datenschutz, Sicherheit und Alternativen

In der heutigen digitalen Welt ist die Datensicherung in der Cloud eine der bequemsten und effizientesten Möglichkeiten, wichtige Informationen zu speichern und vor Verlust zu schützen. Doch wie sicher sind unsere Daten in der Cloud wirklich? Welche Anbieter gibt es, was kosten sie, und worauf sollte man besonders achten? Ein Blick auf die wichtigsten Aspekte der Cloud-Datensicherung zeige ich Ihnen hier.

 Datenschutz und Sicherheit: Was ist zu beachten?

Datenschutz und Sicherheit sind zentrale Themen bei der Cloud-Datensicherung. Die Anbieter versprechen hohe Sicherheitsstandards, aber die Verantwortung für den Schutz der eigenen Daten liegt auch beim Nutzer. Hier sind einige wichtige Punkte, die man beachten sollte:

 

  1. Verschlüsselung: Achten Sie darauf, dass Ihre Daten sowohl bei der Übertragung als auch im Ruhezustand verschlüsselt werden. Die meisten großen Anbieter wie Microsoft OneDrive, Google Drive und Apple iCloud bieten End-to-End-Verschlüsselung.

  

  1. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Diese Methode bietet einen zusätzlichen Schutz für Ihr Konto, da neben dem Passwort noch ein zweiter Authentifizierungsfaktor benötigt wird, wie ein SMS-Code oder eine Authentifizierungs-App.

  

  1. Datenschutzbestimmungen: Lesen Sie die Datenschutzrichtlinien des Cloud-Anbieters sorgfältig durch. Wo werden die Daten gespeichert? Werden sie an Dritte weitergegeben? In der EU ist der Datenschutz durch die DSGVO besonders streng geregelt, aber bei internationalen Anbietern gelten teilweise andere Standards.

 Cloud-Anbieter und Kosten

Es gibt viele Cloud-Anbieter, die jeweils unterschiedliche Vorteile bieten. Hier sind einige der bekanntesten:

– Microsoft OneDrive: Perfekt integriert in das Microsoft-System. Für Windows-Benutzer (User) besonders nützlich, da es sich nahtlos in den Datei-Explorer integriert. OneDrive bietet 5 GB kostenlosen Speicher und kostet ab 2 € pro Monat für 100 GB. Die Microsoft 365-Abos beinhalten zudem 1 TB Speicher.

– Google Drive: Besonders attraktiv für Android-Nutzer und Personen, die viel mit Google-Diensten arbeiten. Google Drive bietet 15 GB kostenlosen Speicher, wobei der Platz mit Gmail und Google Fotos geteilt wird. Die Kosten starten bei 1,99 € pro Monat für 100 GB.

– Apple iCloud: Optimal für alle, die im Apple-System arbeiten. Apple bietet 5 GB kostenlosen Speicher und ab 0,99 € pro Monat für 50 GB an. Die Daten sind in Apples System bestens integriert, von iPhone über iPad bis zu macOS-Geräten.

– Dropbox: Ein beliebter Anbieter, besonders für Teams und Projektarbeit. Dropbox bietet 2 GB kostenlosen Speicherplatz und ab 9,99 € pro Monat für 2 TB an.

 Welche Cloud eignet sich für welchen Zweck?

 

– Für Microsoft-Nutzer: OneDrive ist die beste Wahl, insbesondere wenn Sie mit Windows arbeiten. Es integriert sich perfekt mit Office-Anwendungen wie Word, Excel und Outlook.

-Für Apple-Nutzer: iCloud ist ideal für diejenigen, die iPhones, iPads und MacBooks verwenden. Es synchronisiert Daten mühelos zwischen den Geräten und sichert Fotos, Notizen und Dokumente.

– Für Android-Nutzer: Google Drive bietet die beste Integration in Android und Google-Dienste wie Gmail und Google Fotos. Wer viel mit Google Docs arbeitet, profitiert von der nahtlosen Verknüpfung.

– Für Plattformübergreifende Nutzer: Wer sowohl Windows- als auch Apple- und Android-Geräte verwendet, sollte überlegen, OneDrive oder Google Drive zu nutzen. Beide bieten Apps für alle wichtigen Plattformen, was die Synchronisierung von Daten zwischen verschiedenen Geräten erleichtert.

Fritz Box als Cloudspeicher

 

Besitzen Sie eine Fritz Box? Wussten Sie das Sie ihren Router auch als Cloudspeicher nutzen können? Um eine Fritz!Box als Cloud-Speicher zu nutzen, kann man einen externen Speicher (z. B. eine USB-Festplatte) an den USB-Anschluss der Fritz!Box anschließen. Anschließend wird dieser Speicher über das Fritz!NAS im Heimnetzwerk verfügbar gemacht. Zur Einrichtung geht man in das Fritz!Box-Menü, aktiviert den Speicher und richtet ggf. Benutzerrechte ein. Wichtig ist, den Fernzugriff (über MyFritz oder VPN) korrekt einzurichten, um von unterwegs auf die Daten zugreifen zu können. Vorteilhaft ist, dass man einen privaten Cloud-Speicher ohne monatliche Kosten betreibt. Aus Sicherheits- und Datenschutzsicht sollte man sichere Passwörter verwenden und den Zugriff auf sensible Daten beschränken. Verschlüsselung der Verbindung und regelmäßige Software-Updates sind ebenfalls entscheidend für den Schutz der Daten.

 Datensicherung über mehrere Plattformen: Tipps und Tricks

 

Für Nutzer, die Geräte verschiedener Hersteller wie Windows, Android und Apple verwenden, ist eine einheitliche Lösung entscheidend:

– OneDrive funktioniert gut auf allen Plattformen und bietet Apps für Windows, macOS, iOS und Android.

– Google Drive ist ebenfalls plattformübergreifend nutzbar und lässt sich gut in viele Anwendungen integrieren.

– Dropbox ist eine weitere Option, wenn Sie häufig zwischen verschiedenen Betriebssystemen wechseln.

Für maximale Sicherheit ist es empfehlenswert, zusätzlich zur Cloud-Sicherung auch regelmäßig Offline-Backups zu erstellen. Externe Festplatten oder USB-Sticks können eine gute Ergänzung sein, um sicherzustellen, dass Sie immer Zugriff auf Ihre Daten haben, selbst wenn es mal zu einem Ausfall in der Cloud kommt.

 Fazit

Die Datensicherung in der Cloud bietet viele Vorteile, doch Datenschutz und Sicherheit sollten immer im Vordergrund stehen. Microsoft OneDrive, Google Drive und Apple iCloud bieten alle gute Lösungen, wobei die Wahl des Anbieters stark davon abhängt, welches Betriebssystem Sie bevorzugen. Nutzen Sie zwei verschiedene Cloud-Dienste für zusätzliche Sicherheit, und erstellen Sie regelmäßig lokale Backups, um Ihre Daten optimal zu schützen. So sind Sie bestens gerüstet, egal welches Gerät Sie gerade nutzen.

In regelmäßigen Abständen biete ich Kurse auch über die Themen Datensicherung, Datenschutz und Sicherheit an. Finden Sie den nächsten Kurs  auf meiner Terminseite. Oder nehmen Sie mit mir Kontakt auf.

Entdecken Sie den Markt der digitalen Möglichkeiten in der Volkshochschule Bielefeld: Ihr Wegweiser in die digitale Welt

Haben Sie ein Smartphone und sind unsicher, wie Sie es richtig nutzen können? Möchten Sie ein Bahnticket per App kaufen, wissen aber nicht genau, wie das funktioniert? Oder haben Sie ganz allgemein Fragen zu digitalen Themen, die Ihnen im Alltag begegnen? Dann ist der „Markt der digitalen Möglichkeiten“ in der Volkshochschule Bielefeld genau das Richtige für Sie!

 

Was ist der Markt der digitalen Möglichkeiten?

 

Der Markt der digitalen Möglichkeiten ist eine Veranstaltung, die Ihnen die Türen zur digitalen Welt öffnet. Hier können Sie die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote zu digitalen Themen in Bielefeld kennenlernen. Egal ob jung oder alt, technikaffin oder -unerfahren: Bei uns finden Sie das passende Angebot in Ihrer Nähe. Noch mehr Informationen finden Sie hier.

 

Was erwartet Sie?

Auf dem Markt der digitalen Möglichkeiten in der VHS Bielefeld können Sie sich unverbindlich beraten lassen und erfahren, wie Sie digitale Anwendungen in Ihrem Alltag effektiv nutzen können. Von der Nutzung Ihres Smartphones über das Herunterladen und Verwenden von Apps bis hin zu spezifischen digitalen Themen.

Außerdem werden kostenlose Workshops angeboten, in denen Sie direkt vor Ort lernen können, wie Sie die digitalen Tools optimal einsetzen. Diese Workshops sind praxisnah gestaltet und helfen Ihnen, digitale Hindernisse zu überwinden und sicher im Umgang mit neuen Technologien zu werden.

 

Ein gemütlicher Austausch in entspannter Atmosphäre

 

Während Sie sich informieren, läd die VHS Bielefeld Sie ein, bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen mit anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen. Der Austausch mit Gleichgesinnten kann oft genauso wertvoll sein wie die Beratung selbst. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um sich auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und neue Perspektiven auf digitale Themen zu gewinnen.

 

Alles kostenlos – keine Anmeldung erforderlich

 

Das Beste daran: Das gesamte Angebot ist kostenlos! Sie müssen sich nicht anmelden, sondern können einfach  in die VHS Bielefeld vorbeikommen und die vielfältigen Möglichkeiten nutzen.

 

Der Markt der digitalen Möglichkeiten in der VHS Bielefeld bietet eine ideale Gelegenheit, um sich mit digitalen Themen vertraut zu machen, Fragen zu klären und sich für den digitalen Alltag zu rüsten. Ganz gleich, ob Sie grundlegende Hilfe benötigen oder sich tiefergehend informieren möchten – hier finden Sie Unterstützung in einer freundlichen und offenen

Atmosphäre. Schauen Sie vorbei und entdecken Sie die digitalen Möglichkeiten für Ihren Alltag! Noch mehr zu der Veranstalltung finden Sie hier.

 

Wo:  Volkshochschule Bielefeld

         Ravensberger Park 1
         33607 Bielefeld

Wann: Freitag, den 13.09.2024

                  Von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

 

„Schauen Sie doch einmal auf meiner Terminseite vorbei, um herauszufinden, wann der nächste Digitale-Alltag-Kurs stattfindet. Oder nehmen Sie direkt Kontakt mit mir auf. Für kurze Fragen ist auch ein Einzelcoaching möglich.“

 

 

 

 

 

 

Sicher Surfen im Urlaub: Tipps für die Nutzung von öffentlichem WLAN

Sitzen Sie schon auf gepackte Koffern? Bevor es los geht möchte ich Ihnen noch ein paar  Tipps im Umgang für ein sicheres Nutzen von öffentlichen WLAN mitgeben.Im Zeitalter der digitalen Vernetzung ist das Internet unverzichtbar geworden, sei es für die Reiseplanung, das Teilen von Urlaubserlebnissen oder das Arbeiten von unterwegs. Öffentliche WLAN-Hotspots sind daher besonders im Urlaub praktisch und weit verbreitet. Doch diese bringen auch Risiken mit sich. In diesem Beitrag nenne ich Ihnen einige wichtige Tipps, worauf Sie achten sollten und wie Sie sich schützen können, wenn Sie öffentliches WLAN nutzen.

 1. Vermeiden Sie sensible Transaktionen

Nutzen Sie öffentliches WLAN nicht für Online-Banking, Shopping oder andere sensible Transaktionen, bei denen persönliche oder finanzielle Informationen übertragen werden. Diese Netzwerke sind oft weniger sicher, und Cyberkriminelle können leicht Zugang zu Ihren Daten erhalten.

 2. Prüfen Sie die Authentizität des Netzwerks


Bevor Sie sich mit einem WLAN-Hotspot verbinden, stellen Sie sicher, dass es sich um das offizielle Netzwerk des Ortes handelt, an dem Sie sich befinden (z.B. Ihr Hotel oder Café). Fragen Sie im Zweifelsfall das Personal nach dem genauen Netzwerknamen, um zu vermeiden, dass Sie sich mit einem gefälschten Hotspot verbinden.

 3. Achten Sie auf Verschlüsselung


Wenn möglich, nutzen Sie nur WLAN-Netzwerke, die verschlüsselt sind (erkennbar am „Schloss“-Symbol neben dem WLAN-Namen). Verschlüsselte Netzwerke bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene, da die übertragenen Daten verschlüsselt sind und nicht so leicht abgefangen werden können.

 

1. Verwenden Sie ein VPN


Ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN) ist eine der besten Möglichkeiten, Ihre Daten im öffentlichen WLAN zu schützen. Ein VPN verschlüsselt Ihre Internetverbindung und macht es so für Hacker nahezu unmöglich, Ihre Daten abzufangen. Es gibt viele VPN-Dienste, sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose, die einfach zu installieren und zu nutzen sind. Mehr zu VPN hier.

2. Aktivieren Sie die Firewall


Eine Firewall überwacht den eingehenden und ausgehenden Datenverkehr und blockiert potenziell schädliche Verbindungen. Stellen Sie sicher, dass die Firewall auf Ihrem Laptop oder Mobilgerät aktiviert ist, um zusätzlichen Schutz zu gewährleisten. Ein gutes Firenschutzprogamm verfügt darüber.

3. Aktualisieren Sie Ihre Software


Halten Sie Ihr Betriebssystem, Ihren Browser und alle Apps stets auf dem neuesten Stand. Updates schließen oft Sicherheitslücken, die von Cyberkriminellen ausgenutzt werden könnten. Aktivieren Sie automatische Updates, um sicherzustellen, dass Sie keine wichtigen Aktualisierungen verpassen.

 

4. Deaktivieren Sie die automatische Verbindung


Manche Geräte verbinden sich automatisch mit bekannten oder ungesicherten WLAN-Netzwerken. Diese Funktion sollten Sie deaktivieren, um zu verhindern, dass sich Ihr Gerät unbemerkt mit einem unsicheren Netzwerk verbindet.

5. Nutzen Sie Antivirensoftware


Eine zuverlässige Antivirensoftware schützt Ihr Gerät vor Malware und anderen Bedrohungen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Antivirensoftware auf dem neuesten Stand ist und regelmäßige Scans durchführt.

6. Achten Sie auf HTTPS


Beim Surfen im Internet sollten Sie darauf achten, dass die von Ihnen besuchten Websites HTTPS verwenden. HTTPS verschlüsselt die Kommunikation zwischen Ihrem Browser und der Website, wodurch Ihre Daten besser geschützt sind.

Was tun, wenn doch etwas schiefgegangen ist?

 

1. Sofortige Maßnahmen


Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Daten kompromittiert wurden, trennen Sie sofort die Verbindung zum öffentlichen WLAN und informieren Sie gegebenenfalls den Betreiber des Hotspots. Ändern Sie Ihre Passwörter, insbesondere die für wichtige Konten wie E-Mail, Online-Banking und soziale Netzwerke.

2. Kontaktieren Sie Ihre Bank


Falls Sie finanzielle Transaktionen durchgeführt haben und den Verdacht haben, dass Ihre Daten gestohlen wurden, informieren Sie sofort Ihre Bank. Diese kann Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wie das Sperren Ihrer Konten oder Kreditkarten, um weiteren Schaden zu verhindern.

3. Melden Sie den Vorfall den Behörden


In vielen Ländern gibt es spezielle Stellen und Hotlines, an die Sie sich bei Cyberkriminalität wenden können. In Deutschland ist das beispielsweise die zentrale Ansprechstelle Cybercrime des Bundeskriminalamts (BKA). Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet Unterstützung und Informationen an.

 

Öffentliches WLAN kann im Urlaub eine praktische Möglichkeit sein, um in Verbindung zu bleiben, Informationen zu suchen und sogar zu arbeiten. Doch Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen können Sie die Vorteile von öffentlichem WLAN genießen, ohne Ihre persönlichen Daten und Ihre Privatsphäre zu gefährden. Bleiben Sie wachsam.

Haben Sie noch mehr Interesse an Digitaler Sicherheit? Im Herbst findet wieder ein Kurs über dieses Thema an der VHS Bielefeld statt. Ich hoffe wir sehen uns.

Weitere Informationen auf meiner Terminseite.

 

 Ich wünsche Ihnen einen sicheren und und schönen Urlaub!

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